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Vier Beschlüsse im Studentischen Konvent

Die vollständigen Beschlüsse des Konvents findest du: hier.

 

Hast Du auch Probleme mit der Internetverbindung an der Uni?

Dann wird es Dich vielleicht interessieren, womit sich der Studentische Konvent in der letzten Sitzung am vergangenen Dienstag beschäftigt hat. In einem von der Juso-Hochschulgruppe eingebrachten Antrag wird die Uni- Leitung unter anderem dazu aufgefordert, die Internetqualität und –stabilität an den verschiedenen Standorten der Universität zu überprüfen, wobei auch die städtischen Leitungen miteinbezogen werden sollen. Auf Grundlage dieser Evaluation, die auch an die Stadt Bamberg weitergeleitet werden soll, können dann Lösungsansätze erarbeitet werden. In der folgenden Antragsdebatte zeigte sich eine breite Zustimmung aller Konventsfraktionen. Darüber hinaus wurde der Antrag durch die konstruktive Debatte um einige Punkte erweitert. So wurde in dem Antrag klargestellt, dass das automatische Ausschließen von Handy aus dem Uni W-LAN, keine Lösung der gegebenen Probleme darstellt. Entsprechend der Debatte wurde der Antrag mit Zustimmung aller Konventsmitglieder angenommen.

 

Wer jetzt denkt, so harmonisch geht es immer in den Konventssitzungen zu, der täuscht sich. Denn der Antrag zur Internetverbindung war nur der letzte Antrag, über den in der fast dreistündigen Konventssitzung beraten wurde. In den vorausgegangenen Anträgen zeigten sich deutlich die unterschiedlichen Positionierungen der einzelnen Fraktionen. So ging es in dem ersten Antrag, der auch von der Juso-Hochschulgruppe eingebracht wurde, um die Einführung einer Zivilklausel. Wer jetzt denkt, Zivilklausel? Noch nie gehört. Dann hier eine kurze Erklärung: unter einer Zivilklausel versteht man eine Selbstverpflichtung von wissenschaftlichen Einrichtungen wie Universitäten, ausschließlich für zivile Zwecke zu forschen. Immer noch nicht schlauer? Oder willst Du einfach mehr darüber erfahren? Dann findest du auf der Webseite zivilklausel.de mehr darüber. Nach intensiver Debatte, in der die unterschiedlichen Positionen der Fraktionen deutlich wurde, sprach sich eine knappe Mehrheit, von 8 zu 9 Stimmen, für den Antrag aus.

 

Auch ein Antrag vom Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverband/Liste Asta-Forum (SDS/LAF) wurde kontrovers und ausführlich diskutiert. In diesem ging es um das Anbringen von Hinweisschildern an die zwei Gedenktafeln, für die Gefallenen des 1. Weltkrieges, an der U2 und U5. Konkret ging es um den an den Tafeln benutzten Begriff des Heldentodes, der im Zusammenhang mit einem Angriffskrieg seitens Deutschlands, als kritisch anzusehen ist. Daher soll die Uni-Leitung aufgefordert werden, eine von Experten verfassten Plakette anzubringen, die zum Nachdenken anregt und auch für zukünftige Generationen die Einordnung der Rolle Deutschlands aus heutiger Sicht klarstellt. Der Antrag wurde gegen die Stimmen der Liberalen Hochschulgruppe (LHG) und des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) angenommen.

 

In einem weiteren, von SDS/LAF eingebrachten Antrag, ging es um die in Baden-Württemberg eingeführten Studiengebühren für nicht EU Ausländer. Dies wurde im Antrag kritisiert und sich deutlich dagegen positioniert. Des Weiteren wurde eine Solidarisierung seitens des Konvents und der Uni-Leitung mit den anderen studentischen Initiativen gegen Studiengebühren gefordert. Auch diese Forderungen stießen auf Widerstand seitens LHG und RCDS. Nach erneuter Intensiver Debatte wurde auch dieser Antrag gegen die Stimmen von LHG und RCDS beschlossen.

 

 

Nicht zuletzt wurde aber auch noch über einen weiteren Antrag vom SDS/LAF diskutiert. In diesem ging es um eine bessere Transparenz des Konvents, was durch eine Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls auf der Stuve-Webseite und eine bessere Einsicht der eingebrachten Änderungsanträge erreicht werden soll.

Zur Bearbeitung und Konkretisierung in Hinsicht auf genauere Vorgaben des Inhalts des Konventsprotokolls wurde der Antrag auf die nächste Sitzung vertagt.

 

Damit nicht genug: es gab noch neues über die Fairtrade-Selbstverpflichtung der Uni und über bestehende Probleme in Studiengängen, in denen bei einigen Prüfungen alle Studierenden durchgefallen sind und somit Zweifel an der Qualität der Lehre besteht. Bei weiteren Problemen bittet der Senator Vitus Mayr um Rückmeldung an die Studierendenvertretung.

 

Außerdem wurden die Anwesenden über das Ende der Stuve-Umfrage informiert, an der 580 Studierende teilgenommen haben. Die Umfrage wurde vom Referat für Hochschulpolitik durchgeführt. Auf ein bevorstehendes Treffen der Studierendenvertretung mit den Bürgermeistern der Stadt und den jeweiligen Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat wurde hingewiesen. Aus dem Fachschaftenrat wurde berichtet, dass es Probleme mit dem neuen Büro der Fachschaft GuK gibt und mit dem Veranstaltungsservice der Uni immer wieder Schwierigkeiten auftreten. Es wurde auch wurde der Haushaltsplan beschlossen und eine Stellungnahme an das Studentenwerk verabschiedet.

 

Du hast auch Probleme oder Kritik zu deinem Studium, der Uni oder der Stadt? Dann stell doch einfach eine Anfrage an den Konvent über Facebook oder direkt hier auf der Homepage der Studierendenvertretung. Dass das zum Ziel führt, zeigt die Anfrage eines Studierenden, welche auch an der Sitzung am vergangenen Dienstag besprochen wurde. Es ging darum, dass der Studierendentarif im Bambados nur für Studierende bis 27 Jahre gilt. Das stieß im Konvent einheitlich auf Ablehnung und man einigte sich darauf, dies in dem schon erwähnten Gespräch mit der Stadt zur Sprache zu bringen und darauf hinzuwirken dies zu verändern. Darüber hinaus will die Juso-Hochschulgruppe dies auch in ihrem Treffen mit dem Bürgermeister der Stadt Bamberg ansprechen.

 

 

Redaktionell verantwortlich: AK Öffentlichkeitsarbeit des Konvents