Auswertung des qualitativen Feedbacks aus der Umfrage der Studierendenvertretung WS 17/18 Uni Bamberg

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Arbeitsweise der Studierendenvertretung

In der Arbeitsweise der Studierendenvertretung üben mehrere Studierende Kritik. So wird den Fachschaften teilweise wenig Interesse am Lösen von Problemen und ein Mangel an Motivation bei Erstsemestereinführungsveranstaltungen und im Allgemeinen vorgeworfen. Partys und Feiern kämen zu sehr in den Vordergrund im Vergleich zur eigentlichen Arbeit. Somit wenden sich Studierende lieber selbst an die entsprechenden Stellen, anstatt den Weg über die Fachschaft zu gehen. Zudem würden Bürozeiten teils nicht eingehalten, sodass entsprechenden Änderungen besser kommuniziert werden sollen.

Zudem wird kritisiert, dass die Arbeitsweise gelähmt wird durch einen Mangel an Visionen, Zielen und Durchsetzungskraft. Darüber hinaus sei die Struktur der StuVe für die meisten Studierenden nicht ersichtlich und deshalb sei auch die Wahlbeteiligung zu den Hochschulwahlen so niedrig.

Darüber hinaus wurde appelliert, dass die Mitglieder in der Studierendenvertretung sich besser vernetzen sollen, um die anstehenden Projekte besser zu managen. Das Engagement des studentischen Konvents wurde explizit gelobt.

Der Fachschaftenrat und die entsprechenden Fachschaften haben kleinere Masterstudiengänge nicht auf dem Schirm, sodass keine wirklich Vertretung stattfindet. Ein Vorschlag ist, kleinere Master mit rund 10 Studierenden in der Studierendenvertretung zusammenzufassen.

Öffentlichkeitsarbeit der Studierendenvertretung

Allein 14 Mal wurde explizit die ausbaufähige Öffentlichkeitsarbeit kritisiert. Indirekt kam diese Kritik wesentlich häufiger, sodass Studierende Fragen in der Umfrage nicht sinnvoll beantworten konnten. Dabei wurde der Fachschaftenrat, der Konvent und die Fachschaften explizit genannt, die noch Luft nach oben haben.

Die Vorschläge zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit sind vielseitig: Die Veröffentlichung von Protokollen aller Gremien wurde genauso gefordert wie eine bessere Nutzung von sozialen Medien. Auch Sitzungstermine müssen besser nach außen kommuniziert werden. Zudem wurde vorgeschlagen, Erfolge der StuVe besser nach außen zu vertreten und damit Werbung zu machen. Mehr Werbung der StuVe in großen Lehrveranstaltungen würde die Hochschulpolitik bekannter machen. Eine bessere Erklärung des hochschulpolitischen Systems von Wahlen, Fachschaften, FSR, Konvent und Senat muss geschaffen werden und für die Studierenden leicht verständlich zusammengefasst werden. Erasmus-Studierende bekommen wenig Informationen über die Studierendenvertretung und wissen damit kaum etwas über die Abläufe.

Termine werden im Allgemeinen zu spät kommuniziert, so dass Studierenden nicht an den hochschulöffentlichen Sitzungen der Gremien teilnehmen können.

Inhaltliche Kritik und Anregungen

Das inhaltliche Feedback ist sehr vielseitig. Es wird die Willkür von Professor*innen kritisiert, gegen welche die Studierendenvertretung besser vorgehen sollte. Dazu müsse es eine bessere Möglichkeit geben, solche Fälle zu sammeln und zu dokumentieren, damit sie nicht vergessen werden. Zudem sollen Evaluationsergebnisse stärkeren Einfluss auf die Stellung des Professors an der Uni haben. Sehr ausführlich wurde die Ungerechtigkeit bei der Transparenz und Fairness von Benotungen an gewissen Lehrstühlen thematisiert. So kommt ein Gefühl der Ohnmacht auf, dass entsprechende Dozierende mit ihrer Art, die Lehre zu gestalten ohne Kontrolle durchkommen. Keine Evaluation der Lehrveranstaltungen und ein nicht respektvoller Umgang mit den Studierenden kommen dabei zusammen.

Des Weiteren wird gefordert, dass die Benotung von Prüfungsleistungen transparenter gestaltet werden muss, um die Benotung zu nachzuvollziehen.

Eine weitere Forderung betrifft den Mitschnitt von wichtigen Veranstaltungen per Video. Zudem soll die Mülltrennung an der Uni durchgesetzt werden.

Ansprechpartner zu den einzelnen Studiengängen seien teilweise nicht erreichbar oder vorhanden, sodass häufig Studierenden von einer Stelle zur nächsten weitergeschickt werden.

Die studentische Vollversammlung im November 2017 wurde als wenig informativ empfunden und mehr Details wären wünschenswert gewesen. Die Studierendenvertretung soll sich nicht hinter der Aussage verstecken, dass es momentan keine großen Themen gäbe. So wird gefordert, dass die Vollversammlungen wieder in den Mittelpunkt der Arbeit der Studierendenvertretung rücken.

Zum Teil wurde kritisiert, dass sich die StuVe mit Themen wie beispielsweise der Sperrstunde beschäftigt, die nicht zum Aufgabenbereich der StuVe zählen. Die Mensasituation an der Erba mit ihren zu kurzen Öffnungszeiten ist ein Thema, dem sich die StuVe mehr annehmen muss. Zudem wurde gefordert das Studentenwerk Würzburg stärker zu kritisieren, keine Übergangslösung für den Neubau von Teilen des „Pestheims“ anbieten zu können. Zudem wurde die StuVe aufgerufen, sich für ein gutes optionales Semesterticket im VGN einzusetzen, dass nicht so teuer und unpraktisch wie das Erlanger-Modell ist. Insgesamt wurde das Semesterticket im VGN von mehreren Studierenden explizit gefordert.

Parteipolitische Ziele einzelner Vertreter sind unangebracht. Prestige-Anträge brächten die Masse der Studierenden nicht weiter. Hier sei ist mehr Pragmatismus gefragt.

Es wird gefordert, dass Lehrveranstaltungen evaluiert werden müssen. Nur so haben Studenten eine Chance klar Defizite aufzuzeigen und diese zu besprechen. Insbesondere schlechte Dozenten fürchten jedoch Evaluationen und führen deshalb keine Evaluationen durch. So kann nie kann nachgewiesen werden, wie über Jahre hinweg Studierende unter unfairen Bedingungen und Willkür studieren mussten.

Generell soll die Studierendenvertretung mehr Wertschätzung untereinander üben und die Studierende lieber durch Inhalte überzeugen, anstatt persönlichen Disput an den Tag zu legen. Dazu gehöre es auch weniger belanglose Themen anzusprechen und die wichtigen Probleme anzupacken.

Methodik der Umfrage

In Sachen Methodik in der Umfrage wurde kritisiert, dass es oft keinen „weiß nicht/Keine Angabe“ Button gab. So haben viele die mittlere Option gewählt, was sich auch in der Umfrage zeigt. Auch die Filterführung habe zum Teil nicht funktioniert. Es wurde gefordert, Onlineumfragen in jedem Semester zu machen und nicht nur jedes Wintersemester.

 

Bildquelle: Nik MacMillan on Unsplash

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