Bericht aus der Studierendenparlamentssitzung

Am 24.11. hat das Studierendenparlament zum zweiten Mal getagt. Zuschauer:innen brauchten dieses Mal einen etwas längeren Atem, denn fast zwei Stunden wurden Berichte und Entsendungen vollzogen, die im Folgenden allerdings nicht weiter erwähnt werden.

Gegen 21 Uhr begann die Diskussion über die eingegangen Anträge im Studierendenparlament.

Antrag 1 wurde aus der Fachschaft SoWi eingereicht und es ging hierbei um eine Einrichtung eines Arbeitskreises, der sich mit der Reform des bayrischen Hochschulgesetzes auseinandersetzen soll. Ein durchaus umstrittener Vorschlag wurde vor einigen Wochen durch das bayrische Staatsministerium vorgestellt und ist auf positive und negative Rückmeldungen gestoßen. Damit die Interessen der Studierenden an dieser Stelle rechtzeitig und entschieden eingebracht werden, soll der Arbeitskreis sich schnellstmöglich und tiefgehend damit auseinandersetzen und eine Stellungnahme dazu verfassen. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Der nächste Antrag stammte aus dem Referat für Ökologie. Nach dem Antrag sollen an allen Unistandorten Fahrradreparatursäulen eingerichtet werden. Diese sollten unter anderem eine Aufhängung beinhalten, an der man sein Fahrrad anheben und mit den unterschiedlichen auch an der Säule vorhandenen Basiswerkzeugen reparieren kann. Außerdem sollte jede Säule eine Luftpumpe beinhalten. Die erste Säule wird durch das Referat für Ökologie errichtet und finanziert. Der Antrag wurde angenommen.

Der dritte Antrag stammte von den BAGLS und möchte bewirken, dass Hausarbeiten standardmäßig Online einzureichen sind. Die Gründe dafür erschließen sich nach der Argumentation der BAGLS aus der bereits bestehenden Anwendung des Online-Abgabeverfahrens in den meisten Fällen, während der Coronapandemie, und außerdem aus einer sich in Zukunft ergebenden Ersparnis von Papier. Der Antrag wurde nur kurz besprochen und dann einstimmig angenommen.

Ein weiterer Antrag von den BAGLS und dem SDS stand im Anschluss zur Debatte. Dabei ging es um die Abschaffung von Fehlversuchen bei Prüfungen. Daraufhin gab es Argumentationen in beide Richtungen. Auf der einen Seite steht die Argumentation, dass es zu einer Erleichterung des Studiums und des Stresslevels von Studierenden kommt. Auf der anderen Seite gab es die Argumentation gegen den Antrag, dass eine Universität eine staatliche Institution ist und im Sinne der allgemeinen Studierenden es besser ist, wenn diese einen schnellen Abschluss anstreben. Weiterhin dagegen sprach die Formulierung des Antrags, welcher als zu unspezifisch kritisiert wurde und zu wenig Belege für die positive Begründung beigelgt wurden. Eine gemischte Meinung bezog sich darauf, dass der Ansatz an sich gut ist und noch ein wenig Verbesserungsbedarf hat. Insgesamt waren viele unterschiedliche Argumente eingebracht worden, die im Protokoll der Sitzung einsehbar sein werden. Die hier vorgebrachten Argumente machen bloß eine Stichprobe aus und spiegeln keine Favorisierungen wider, sondern sollen hier die Meinungsvielfalt darstellen. Der Antrag wurde anonym abgestimmt und letztendlich angenommen.

Der folgende Antrag des RCDS befasste sich mit mehr Transparenz der Arbeit der Studierendenvertretung. Kritisiert wird eine fehlende Berichterstattung und wenig Möglichkeiten sich zu informieren. Von unterschiedlichen Stellen wird betont, dass seit Beginn des Semesters sich an der Öffentlichkeitsarbeit viel getan hat, wie die Bespielung des neu erstellten Instagram-Accounts (stuve_bamberg -> gerne folgen ;)) und der seit kurzem aktualisierten Facebook-Seite (Studierendenvertretung Uni Bamberg -> auch gerne folgen ;)). Weiterhin haben die Vorsitzenden des Studierendenparlaments den VC-Kurs des Stupa zur Selbsteinschreibung freigegeben. Der Antrag wurde daraufhin überarbeitet und abgelehnt.

Der zweite Antrag des RCDS behandelt die psychotherapeutische Beratung an der Uni Bamberg. Es soll erreicht werden die psychologische Betreuung Studierender auszubauen. Da es einige Unklarheiten hinsichtlich eines alten Antrags aus dem vergangenen Semester gab, der beinhaltete die vorhandene Stelle zu evaluieren und in der Sitzung diese Thematik nicht aufgeklärt werden konnte, wird der Antrag in geänderter Form in der nächsten Sitzung noch einmal eingereicht.

Der letzte Antrag des Abends (es ist inzwischen 23:20 Uhr) wurde von den BAGLS eingereicht und möchte vom Studierendenparlament die Unterstützung einer Petition erreichen. Die Petition bezieht sich in gewisser Weise auf die Reform des Hochschulgesetztes und möchte sich für den Erhalt und die Stärkung von Geistes- und Sozialwissenschaften einsetzen, um etwaigen Auswirkungen des Gesetzes entegegenzuwirken. Der Antrag wurde angenommen. Hiermit könnt ihr folgende unterstütze Petition auch unterzeichnen: https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-den-erhalt-und-die-staerkung-der-geistes-und-sozialwissenschaften-in-bayern

Die Sitzung wurde offiziell um 23:48 Uhr beendet nach langen Diskussionen und vielen Gesprächen. Wir hoffen, dass die Gäste viel interessante Informationen mitbekommen haben und beim nächsten Mal wieder dazukommen.

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